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Verein für Lerntherapie und Dyskalkulie e.V. – München

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Verein für Lerntherapie und Dyskalkulie e.V.

Briennerstr. 48
80333 München

Tel.:  089 / 60 19 04 48
Fax.: 089 / 5 23 42 83

E-Mail: verein@dyskalkulie.de

Symptomfragebogen für Schüler der 5. bis 9. Klasse

Wir weisen darauf hin, dass alle aufgeführten Symptome kombiniert oder einzeln auch bei nicht-rechenschwachen Kindern auftreten. Diese Anhaltspunkte sind wichtig für eine genaue Diagnostik, ersetzen sie aber nicht.

  Der Zeitaufwand für einfachste Aufgaben ist auffallend hoch und von enormem Konzentrationsaufwand begleitet.

  Beruht das langsame Arbeitstempo bei Addition und Subtraktion auf Zählverfahren?

  Erklärungen werden mechanisch angewandt und sind am nächsten Tag vergessen.

  Es gibt eine auffällige Diskrepanz zwischen einfachen Rechenaufgaben und Text- bzw. Sachaufgaben.

  Platzhalteraufgaben bzw. Gleichungen mit einer Unbekannten: leerer Platzhalter - 5 = 12 können gar nicht oder fehlerhaft mit dem Ergebnis 7 gelöst werden.

  einfachste Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 100 werden schriftlich gelöst.

  Kopfrechenaufgaben werden sich wie schriftlich untereinander geschrieben im Kopf vorgestellt und entsprechend gerechnet.

  Einzelne Stellenwerte bei Minuend und Subtrahend werden vertauscht, um einen Stellenübergang zu vermeiden, wo er nötig ist (147 - 49 = 102)

  Einmaleins und Einsdurcheins werden mechanisch auswendig gelernt, ohne jedes logische Verständnis (wenn 6 · 6 = 36 gewusst wird, dann wird bei 7 · 6 = die 6-er Reihe erneut von vorne begonnen.

  Gleichgültigkeit gegen den Unterschied der Aufgabe: 8 : 2 = und 2 : 8 =

  Mangelhafte Kenntnis des Zusammenhangs von Addition, Subtraktion und Multiplikation

  Schwierigkeiten mit dem Stellentausch bei der schriftlichen Subtraktion mit Stellenüberschreitung

  Mangelhafte oder nicht vorhandene Größenvorstellung in Bezug auf das erwartete Ergebnis der Aufgabenstellung.

  Probleme mit den schriftlichen Rechenverfahren, besonders mit der schriftlichen Division.

  Bruchzahlen werden wie zwei Zahlen mit einem Strich dazwischen betrachtet, weshalb 1/4 < 1/5.

  Die Regeln, die für die Grundrechenarten bei Bruchzahlen gelten, sind unverstanden und werden deshalb verwechselt.

  Unklarheit über die Bedeutung des Kommas bei Dezimalbrüchen; weshalb 1,5 + 1,7 = 2,12.

  Bei der Lösung von Text- und Sachaufgaben entscheidet man sich willkürlich für eine Operation, meistens für die, die man gut kann.

  Völliges Unverständnis beim Umgang mit Gleichungen.

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 ©  2017, Verein für Lerntherapie und Dyskalkulie e.V., Stand: 2017-03-31

Dyskalkulie, zu deutsch Rechenschwäche, ist eine Teilleistungsschwäche auf dem Feld der Schulmathematik. Üben und Nachhilfe als alleinige Maßnahmen helfen nicht weiter. Solchen Schülern fehlt es nicht an Automatisation, sondern an einem grundlegenden Verständnis für die Welt der Zahlen, ihren Größen und ihren Operationen (Rechenarten). Notwendig ist eine Mathematiktherapie, ein grundlegender Neuaufbau der Gedanken der Mathematik.